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Bei den Vereinsmeisterschaften machte Dirk Lindner (18) von sich reden
Ahlen (djo). "...noch keine 18 Jahre jung, und schon Tennis-Vereinsmeister - Wohin soll das noch führen?" - Dumme Frage! "Zum Wimbledon-Sieg natürlich". Scherzen können die Dolberger Tennisfreunde wirklich gut. Denn ganz ernst gemeint waren diese Äußerungen, die am vergangenen Wochenende bei der Siegerehrung zur diesjährigen Vereinsmeisterschaft fielen, nicht gemeint.

Aber immerhin, wer das Zeug zum Vereinsmeister hat, muß schon im Tennis eine gute Kugel spielen. Das dachte sich auch Dirk Lindner vom Tennisclub Dolberg. Zusammen mit mehreren anderen Tenniscracks ging er in einem 16er-Feld auf den "grünen Rasen" und schlug mit seinem Racket all seine Gegner k. o. Selbst vor dem Vereinsmeister von 1984, Friedrich Kolekta, zeigte der Dolberger Tenniskomet keinen Respekt, spielte astreine Asse und Returns.

Im zweiten Satz musste Friedrich Kolekta dann sogar mit einer Zerrung verletzt ausscheiden. Danach stand es fest. Auch in der Dolberger Tennisfamilie ist die Tennisjugend nicht nur auf dem Vormarsch, sondern setzt sich mittlerweile auch gegen die alten Hasen durch. Zumindest trifft dies bei den Herren zu. Nicht ganz so erfolgreich konnten sich die jungen Tennismädchen bei den Damen durchsetzen. Teilweise waren sie aber auch gar nicht gemeldet. So entschieden die Favoritinnen auch das Rennen für sich. Ihren Meistertitel von 1984 konnte Annelie Lindner auch 1985 verteidigen. Das gute Tennisspielen muss wohl in der Familie liegen. Denn auch Ehemann und Vater Gerhard Lindner holte bei den Herren den dritten Platz. Was will man also mehr?! Eventuell einen zweiten Boris Becker mit dem Namen Dirk Lindner? Warten wir''s ab, ob der junge Dolberger Tennisstar noch öfter - bei anderen Turnieren - von sich reden macht. Nun aber nochmal zurück zu den eigentlichen Vereinsmeisterschaften. Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass bei den Damen Ellen Wiesendahl und Hedwig Kerkmann ihre Stufen auf dem Siegertreppchen getauscht haben. In diesem Jahr schaffte Ellen Wiesendahl den Sprung auf Platz zwei und somit zum Vize-Vereinsmeister.

Nach einer langen Tennisnacht am Samstagabend in der Tennishalle Hardegen und nach den Endspielen am Sonntagvormittag ließ es sich Olaf Wiesendahl dann als Vertreter des Vereins nicht nehmen, die Siegerehrung mit Pokalüberreichung selbst vorzunehmen.